Aspen in Colorado ist der Wintersport in den Vereinigten Staaten schlechthin. Gelegen in den Rocky Mountains, ist der Ort stets ein Garant für „Powder“-Schnee vom Feinsten. Seitdem Amerika-angeleitet von seinen Stars- das Thema Klimawandel entdeckt hat, kann sich auch Aspen mit dem Ökolabel schmücken. Die Aspen Skiing Company installierte bereits 1997 den ersten nur mit Windkraft betriebenen Skilift. Die Halfpipe für Snowboarder in Aspen ist aus Erdreich und nicht aus Kunstschnee konstruiert. 15 Millionen Liter Wasser und 15 000 Dollar Stromkosten werden dadurch jährlich gespart.
Mittlerweile nennt sich die gesamte 5000-Seelen-Gemeinde den „grünsten“ Skiort der Welt. 75 Prozent von Aspens Elektrizität speisen sich aus Windkraft und Solaranlagen. Viele Hotels sowie alle Liftanlagen werden ebenfalls durch Windenergie gespeist. auch das Stromerzeugungssystem wurde an die Wasserzufuhr der Schneekanonen angeschlossen. Somit wird die Energie des Wassers doppelt genutzt. Zudem versucht man, mit einer Art CO2-Steuer die Energieeffizienz von Neubauten zu fördern. Für große, neu gebaute Anwesen müssen die Besitzer in einen regionalen Fonds für erneuerbare Energien einzahlen.

Das Umweltbewusstsein von Aspen spiegelt sich auch in vielen kleineren Details. Wer zum Beispiel ein Hybridauto fährt, parkt kostenlos in der ganzen Stadt. Pistenraupen fahren mit Biodiesel aus altem Speiseöl und Schmierfett der örtlichen Restaurants. Auf diese Weise konnte der Kohlenstoff- und Kohlendioxid-Ausstoß um 20 Prozent gesenkt werden.
Umweltbewusst und damit auch politisch korrekt verhält sich auch die Gastronomie durch konsequent betriebenes Recycling- und Abfallmanagement. Restaurants wie das „Sundeck“ gehören aufgrund des extrem geringen Energieverbrauchs zu den biologisch verträglichsten Betrieben Amerikas.