Das „gefürchtete Ende der Welt“, so wurde es früher unter den Seefahrern genannt, denn tausende Seeleute sind hier ums Leben gekommen. Hunderte Segelboote zerschellten an den Klippen, bei dem Unterfangen die Insel zu umrunden, durch die Kräfte der Naturgewalten.
Die Rede ist von der südlichste Landspitze der chilenischen Insel Isla Hornos, dem Kap Hoorn. Erstmals wurde der Kap 1616 von einem niederländischen Seefahrer Umrundet, dem verdankt der Kap auch seinen Namen denn der Seefahrer taufte die Insel nach seiner Geburtsstadt in Nordholland – Hoorn.
Kap Hoorn gehört, mit seinen umliegenden Inseln, zum gleichnamigen Nationalpark und liegt im Kreuzfeuer von kalten und warmen Luftmassen, sowie kalten und warmen Wasserströmen. Durch die entstehenden Wirbelwinde und Orkane ist die Seefahrt frühe sehr beschwerlich gewesen. Der Ort, der von Atlantik und Pazifik umarmt wird, hat schon so einige übermütige Seeleute in den Tod gerissen. Aber jene Männer, die mit fast übermenschlicher Kraft die Umrundung der Insel überlebt haben, und das ohne motorisierte Schiffe wie heutzutage, wurden Mitglied der so genannten „Cap Hoorniers“, eine Gemeinschaft der Überlebenden Seemänner. Heute bekommen die Touristen eine Urkunde für das Umfahren der Insel.
Heute ist es etwas einfacher den Kap Hoorn von Deck eines Kreuzfahrtschiffes zu beobachten, allerdings sind die Strömungen des Meeres und die gewaltigen Luftstöße immer noch sehr gefährlich, aber dennoch lohnt sich das Abenteuer und Sie werden den Anblick mit Sicherheit nie vergessen!
