Wer ernsthaft in Erwägung zieht, einen Trip in die demokratische Republik Kongo zu wagen, muss sich darüber im Klaren sein, dass er in ein Bürgerkriegsgebiet fährt: Noch immer gibt es in Teilen des an Bodenschätzen reichen Landes marodierende Milizen, noch immer sind die Vereinten Nationen mit 16.000 Soldaten in dem Land vertreten, dass die Fläche der Bundesrepublik um ein Vielfaches übertrifft. Ferner treten dort schwerwiegende Krankheiten wie Malaria, Dengue-Fieber, Ebola und andere Krankheiten auf- weshalb im tatsächlichen Fall einer geplanten Reise dorthin unbedingt vorab ein Tropeninstitut im Hinblick auf die Prophylaxe konsultiert werden sollte. Die Republik Kongo liegt im äußersten Nordwesten des Kongobeckens und wird im Osten und Südosten vom Fluss Kongo sowie seinem Nebenfluss Ubangi begrenzt. Die Hauptstadt Brazzaville liegt am Pool Malebo, einer seeartigen Erweiterung des Kongo. Kinshasa, die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, liegt am gegenüberliegenden Ufer.
Kongo liegt beiderseits des Äquators und hat daher tropisches Klima.
Mit 98 % besteht die Bevölkerung beinahe ausschließlich aus Bantuvölkern (40 % Kongo, 16 % Bateke, 12 % Mboshi, 1 % Kouyou u.a.), der Rest zu 1% aus Pygmäen (hauptsächlich in den Wald- und Sumpfgebieten des Nordostens) und wenigen Europäern. Neben Französisch als Amtssprache wird im Norden Lingala, im Süden Kituba als Verkehrssprache genutzt. Etwa die Hälfte der Bevölkerung sind Christen, davon etwa 40 % Katholiken und ca. 10% Protestanten. Muslime sind insgesamt unterrepräsentiert.